Zum 01.01.2021 ändert sich das Berechnungsmodell für die Wasserpreise in Zeitz.

Durch die Konzessionsabgaben-Zahlungen an die Stadt Zeitz und die Kostensteigerungen insbesondere im Bereich der Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen, welche seit 2003 nicht weitergegeben wurden, müssen die Wasserpreise erhöht werden. Um einseitige Belastungen zu vermeiden und diese verursachungsgerechter und ausgewogener auf alle Kunden zu verteilen, nutzen die Stadtwerke die Chance und stellen zeitgleich das Wasserpreissystem um.

Seit 2003 stabile Wasserpreise

Seit 2003 halten die Stadtwerke Zeitz die Wasserpreise stabil. Ungeachtet höherer Anforderungen an die Trinkwasserversorgung und steigender Kosten für Personal und Baumaßnahmen konnten Wasserpreissteigerungen durch Effizienzsteigerungen aufgefangen werden. Ab dem Jahr 2021 lässt sich eine Wasserpreiserhöhung nicht mehr verhindern.

Grund dafür sind die von der Stadt geltend gemachten Konzessionsabgaben für die öffentliche Trinkwasserversorgung. Damit sollen wichtige städtische Investitionen und Dienstleistungen finanziert werden. Zudem

sind die Kosten auf Seiten des Versorgers gestiegen. Deshalb müssen die Stadtwerke Zeitz die Wasserpreise erhöhen. Eine derartige Steigerung, verteilt auf alle Wasserkunden, hätte im aktuell geltenden Wasserpreissystem aber zu einer ungleichmäßigen Verteilung der Kosten geführt.

Aus Grundpreis für Wasserzähler wird Systempreis

Bei der Wahl des geeignetsten Preissystems orientierten sich die Stadtwerke an einem Vorbild, das mittlerweile ein Branchenstandard ist: das Systempreismodell. Beim Systempreismodell werden die Kosten verursachungsgerechter verteilt. So ist nicht der Hauptwasserzähler am Hausanschluss ausschlaggebend für den Jahresgrundpreis, sondern die Anzahl der Wohneinheiten im Gebäude, denn jeder Bewohner profitiert davon. So wird jeder Haushalt, der Wasser aus dem Wasserhahn bezieht, gerechter an den Grundkosten beteiligt. Gewerbekunden, die viel Wasser verbrauchen, werden einen höheren Grundpreis zahlen müssen.

Um die bestmögliche Grundlage für die erforderliche Untersuchung zu schaffen, wurde daher im Juli 2020 eine Selbstauskunft durchgeführt.

Die Stadtwerke Zeitz führen nun zum 01.01.2021 die Umstellung des Wasserpreissystems und die Preiserhöhung in einem Schritt durch. Im Ergebnis zahlen zwar alle Kunden mehr für ihr Trinkwasser und die Vorhaltung des Versorgungssystems, aber die Wasserpreise fallen in Folge der gleichzeitigen Umstellung verursachungsgerechter, ausgewogener und leistungsgerechter aus. Hätte die Umstellung nicht stattgefunden, müssten einige Kundengruppen höhere Anteile der Preissteigerung als andere tragen. Das wollten die Zeitzer Stadtwerke Zeitz vermeiden. Das Ergebnis zeigt, dass dieser Weg der Richtige ist.

 

Unvermeidbare Wasserpreiserhöhung fällt dank neuem Preissystem

für alle Kunden moderater aus

Ab 01.01.2021 2021 werden alle Haushalte in Zeitzer Wohngebäuden durchschnittlich zwischen 2,20 und 2,50 Euro monatlich mehr bezahlen. Zwischen der niedrigsten und der höchsten Steigerung liegen lediglich 30 Cent Unterschied. Das belegt die Ausgewogenheit des neuen Wasserpreissystems. Um die neuen Preise so eng wie möglich an den tatsächlichen Gegebenheiten in Zeitz

auszurichten, wurde das Preissystem an die bisherigen Durchschnittsverbräuche in den Wohngebäuden angelegt. Insoweit spiegeln auch die Mehrkosten die tatsächlichen Verhältnisse in Zeitz wider. In der Jahresverbrauchsabrechnung für 2020 wird den Kunden bereits ein neuer Abschlag angegeben. In diese Abschlagsberechnung haben die Stadtwerke die neuen Preise bereits eingerechnet und auf die bisherigen Verbräuche der Kunden angepasst. Die Jahresrechnungen werden ab der 50. Kalenderwoche versandt.

Eine Übersicht zu den Trinkwasserpreisen ab 1.1.2021 können Sie hier herunterladen.