Nachhaltigkeit nehmen die Zeitzer Stadtwerke ernst. Im Jahr 2021 gab es dazu wieder einige Initiativen seitens des Zeitzer Energiedienstleisters. So wurde das Unternehmen als „Leitungswasserfreundlich“ ausgezeichnet. Ein weiterer wichtiger Punkt spiegelt die Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverein „Mittleres Elstertal“ e.V. wider. So unterstützen die Stadtwerke das Projekt des Glasengels, welcher vor kurzem auf dem Zeitzer Michaelisfriedhof installiert wurde und dort ein Zeichen für Frieden zwischen den Menschen und der Natur setzen soll.

Ein weiteres Zeichen steht nun für mindestens 15 Jahre auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Zeitz. „Mit der Errichtung der Schwalbenhäuser wollen wir das Angebot von Fortpflanzungs- und Ruhestätten für besonders geschützte heimische Vogelarten verbessern,“ sagt Rainer Helms, Vorsitzender des Landschaftspflegevereins. Entscheidend für die erfolgreiche Besiedlung eines Schwalbenhauses sind neben der geeigneten Bauweise vor allem die Standortfaktoren. Dazu sah sich der ortsansässige Ornithologe und Naturschutzbeirat Rolf Hausch vor Ort bei den Stadtwerken um und gab eine Empfehlung ab.

Hintergrund der Errichtung ist, dass in unserer Region nach der politischen Wende 1989 viele Schwalbenbestände in den Dörfern und Städten zurückgingen. Die Ursachen lagen in der Aufgabe von Tierhaltungen wie Stallanlagen, Kleintierhaltungen usw., was vorwiegend die Rauchschwalbe betraf. Die verwandte Mehlschwalbe litt hauptsächlich an der beginnenden Sanierung oder dem Abriss von Gebäuden. An zahlreichen Gebäuden wurden auch Abwehrmaßnahmen getroffen, um Ansiedlungen zu verhindern. Gerade deshalb ist es wichtig, Ersatzbrutmöglichkeiten zu schaffen. Matthias Deus, Geschäftsführer der Stadtwerke Zeitz, sagte zum Projekt: „Als der Landschaftspflegeverein mit dem Ziel der Errichtung eines Schwalbenhauses auf uns zukam, waren wir dafür

sehr offen. Als Dienstleister im Bereich Energie sind wir sehr am Thema Nachhaltigkeit interessiert. Mit der Unterstützung des Vereins und mit dem Schwalbenhaus wollen wir dies einmal mehr verdeutlichen. Ich bin gespannt, ob im nächsten Jahr die ersten Mehlschwalben bei uns brüten.“

 

Dies ist eine sinnvolle Installation im Zeichen des Naturschutzes bei den Stadtwerken Zeitz. Das Schwalbenhaus wurde aus Mitteln des Artenschutzprogramms des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Foto: Rene Weimer